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  • karin1997

Der Prolog: Unverzichtbar oder überflüssig?


Das Wort "Prolog" stammt vom griechischen Wort "Prologos" ab, was so viel bedeutet wie "Vor-Wort." Gemeint ist damit eine Szene zu Beginn eines Romans, die vor dem eigentlichen Anfang steht. Diese Szene setzt sich vom Rest der Handlung ab, kann z.B. tausende Jahre vor der Haupthandlung spielen, aus der Perspektive eines Nebencharakters geschrieben sein, an einem ganz anderen Ort stattfinden oder etwas vorgreifen, das erst viel später im Roman passiert.


Bevor du überlegst, wie du einen guten Prolog schreibst, solltest du überlegen, ob du überhaupt einen brauchst. Denn wer einen Prolog schreibt, muss sowohl dort als auch im ersten Kapitel genug Spannung und emotionale Nähe zu den Leser:innen herstellen, dass sie dranbleiben. Dazu kommt, dass sich viele Funktionen des Prologs (Hintergrund-Infos, Charakter-Einführungen, Foreshading) auch in anderen Teilen eines Romans einbauen lassen.


Aber natürlich gibt es auch gute Argumente für einen Prolog, denn ein gut geschriebener funktioniert wie ein Appetit-Häppchen: Er gibt den Leser:innen bereits einen kleinen Vorgeschmack auf das, was du als Autor:in drauf hast und macht Lust auf mehr.


Prolog-Tipps für Profis


Ein wichtiges Detail erwähnen: Der Prolog ist ein guter Ort, um schon mal Gegenstände, Schauplätze oder Charaktere zu erwähnen, die später wichtig werden - und sei es nur in einem Satz.


Die Perspektive wechseln: Der Prolog bietet euch die Chance, die Perspektive zu wechseln und zum Beispiel aus dem POV eures Antagonisten zu erzählen. So gebt hr einen exklusiven Einblick in eine Sichtweise, die später im Roman wichtig sein kann


Auf den Klimas teasen: Gleich zu Beginn auf die spannendste Stelle zu teasen und dann aufzuhören, wenn es am spannendsten ist, ist eine verbreitete Strategie, um eure Leser:innen bei der Stange zu halten.


Auf Info-Dumping verzichten: Widerstehe der Versuchung, in deinem Prolog gleich die ganze Welt mit Magiesystekm erklären zu wollen. Das kann auf Leser:innen eher abschreckend wirken.


Den Prolog zum Schluss schreiben: Das ist kein Muss, kann dir aber helfen, sicherzustellen, dass der Prolog in den Rest deines Textes passt und genau das verspricht, was deine Handlung später hält. Denn nichts ist frustrierender als ein Prolog, der ein falsches Versprechen vom Buch gibt.


Was ist euer bester Tipp für einen gelungenen Prolog?

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